April - Juni


18. April 2019 Gründonnerstag


Alles gepackt, Anhänger dran..... unsere Reise kann beginnen.

Unser nächstel Ziel ist Mönchsheim in Deutschland.

Auf unserer Marokkoreise haben wir Ingrid und Jochen kennengelernt und dürfen bei Ihnen den Feiertag verbringen. Ingrid hat einen leckeren Kuchen gebacken und zum Znacht geniessen wir ein feines Raclette. Es war ein gemütlicher Abend.


nach einem reichhaltigen Frühstück verabschieden wir uns bei Ingrid und Jochen und fahren Richtung Baiern auf einen Stellplatz in Sulzemoos. Das Wetter ist traumhaft und fast schon sommerlich warm. Auf dem Platz können wir unseren Anhänger gut platzieren und fühlen uns wohl.

Die Gegend gefällt uns sehr gut und läd ein, zu tollen Spaziergängen im nahegelegenen Wald.

Wir beschliessen hier zwei Tage zu bleiben und fahren erst am Ostersonntag nach Werfen, zu unseren Verwandten, in der Nähe von Salzburg.

Waldtraut und Kurt haben uns eingeladen ein paar Tage mit ihnen zu verbringen. Wir haben sie lange nicht mehr gesehen und geniessen sehr die Zeit mit ihnen und der ganzen Familie.

Sie wohnen unterhalb der Burg Hohenwerfen die im Jahr 1077 gebaut wurde. Aber erst im 15. Jahrhundert hatte sie die heutige Grösse erreicht.

Zu den absoluten Highlights der Burg zählt die beeindruckende Greifvogelschau. Falken, Geier und Adler, sowie andere heimische Greifvögel zeigen mehrmals täglich ihre Flugkünste und geben Einblicke in die jahrhundert alte Kunst der Falknerei.

Werfen ist ebenso bekannt wegen seiner Eisriesenwelt. Das Höhlensystem umfasst eine  Gesamtlänge von 42 km und gilt als grösste Eishöhle der Welt - entdeckt wurde sie im Jahre 1879.

Wir verabschieden uns von unseren Verwandten und bekommen noch den Typ, unbedingt durch die Wachau an der Donau zu fahren; das zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Sie erstreckt sich zwischen Melk und Krems.


Wir nehmen diesen Typ sehr gerne an und sind begeistert. Das schöne Wetter trägt auch dazu bei sich in dieser schönen Gegend ein bisschen genauer umzuschauen.

Bedingt durch das von der Donau beeinflusste milde Klima, die optimal zur Sonne geneigten Hänge und die spezielle Qualität der Urgesteinsböden, gedeihen in der Wachau hervorragende Weine. Zur Zeit blühen viele Aprikosenbäume, die hier unter dem Namen Marillen bekannt sind.

In Rossatzbach finden wir einen kleinen Stellplatz und richten uns gemütlich für zwei Tage ein. Neben uns ist gleich eine Wiese für Emma zum herumtoben. Jeden Morgen wandern wir über eine Stunde bergauf und Emma darf ohne Leine laufen.


Wir verlassen die Wachau mit dem Ziel - Ungarn.

Die Gegend wird wieder offener und der Blick schweift über goldgelbe Rapsfelder die sich zwischen dem satten frühlingsgrün der Felder den Blick auf sich ziehen. Heute ist Samstag und wir geniessen die Fahrt ohne die vielen Lastwagen. Wir lösen kurz vor der Grenze die "Vignette" die eigentlich gar keine ist....... das geht folgendermassen: An dem Schalter gibst du dein Nummernschild an, auch vom Anhänger. Dies wird eingelesen und so bist du (in unserem Fall) für 10 Tage registriert. Kosten 46.50 Euro - ganz schön teuer!!! Die Autobahn ist Videoüberwacht und erkennt sofort ob du bezahlt hast oder nicht. Noch 48km nach Györ auf den Campingplatz. Es ist kühl, die Sonne versteckt sich hinter grossen, dunklen Wolken - aber Hauptsache kein Regen. Wir sind stolz auf Emma - kein Gejammer, auch wenn wir das Womo für einen Einkauf kurz verlassen. Während der Fahrt macht sie ihr Pfüseli und träumt schon vom Nachtessen - smille

Müde erreichen wir einen im Wald gelegenen kleinen Camp. Der freundliche Besitzer kommt uns entgegen - spricht sogar deutsch und weist uns ein. Wir erkunden mit Emma die Gegend und bemerken auf dem Waldweg viel aufgewühlte Erde - Wildschweine? Oder hat es in der Gegend etwa Bären? Wäre sicher möglich; grenzt Ungarn doch an Rumänien es macht mich unsicher und ich höre es im Unterholz schon knacken. Wir werden Morgen auf jedenfall den Besitzer darauf ansprechen.






unsere Fahrt geht weiter. Wir befinden uns in der Nähe vom Plattensee und suchen dort einen Campingplatz. Der gefällt uns nicht und deshalb bleiben wir nur eine Nacht. Wir lassen es uns aber nicht nehmen, am nächsten Tag einen Abstecher an den See zu machen. Leider ist am ganzen Ufer Hundeverbot und so bleibt uns nur ein kleiner Blick auf den See.

Der Plattensee oder Balaton wie er von den Ungaren genannt wird hat einen niedrigen Wasserspiegel (3 bis max. 12 m)deshalb kann sich der See bis zu 26 Grad erwärmen. Die Gegend gilt als franz. Riviera wegen der vielen Sonnenstunden im Jahr. Der See ist sehr sauber, weil sich das Wasser alle zwei Jahre komplet austauscht und gilt als grösster Binnensee und zählt zum bedeutensten Steppensee Mitteleuropas, noch vor dem Neusiedlersee.

 Noch nebenbei: als Steppensee bezeichnet man einen Endsee mit flachem Becken und stark schwankendem Wasserstand, der hauptsächlich vom Niederschlag und Verdunstung abhängig ist und bildet sein eigenes Wassersystem, der nicht an einen Ozean entwässert.

 Nun freuen wir uns auf Budapest!!

Unser Camp liegt wieder einmal mitten in der Stadt..... uns gefällt es hier gut und so beschliessen wir, über den ersten Mai zu bleiben - bietet doch die Stadt sehr viele Sehenswürdigkeiten. Auch die Ungaren haben am ersten Mai Feiertag und so ist richtig viel los in der Stadt. Zuerst ein ausgiebiger Spaziergang mit Emma damit sie am Nachmittag alleine im Womo bleibt und wir mit den Fahrräder die Stadt erkunden können. Am 2. Mai fahren wir mit dem Roller und das war keine gute Idee, sind wir doch dauernd im Stau unterwegs.

Fazit: Budapest ist auf jedenfall eine Reise wert und drei Tage reichen auf keinen Fall, um alles Sehenswerte zu sehen. Wir nehmen Abschied und fahren zum nächsten Camp kurz vor der rumänischen Grenze. Hier bleiben wir bis Montag, den dieser Platz ist sehr idyllisch, sauber und gepflegt unter Bäumen. Wir sind nur ca. drei Camper hier. Heute fährt Wolfi mit dem Roller ins nahegelegene Thermalbad und geniesst endlich mal wieder die Sauna.





Mako - Fardea       

bei wolkenverhangenem Himmel, Dauerregen und knappe 8 Grad tuckern wir von Mako Richtung rumänische Grenze. Heute sind 180km zu bewältigen. Am Zoll werden wir von einem mürrischen Beamten kontrolliert, ein Blick ins Womo ja sogar den Anhänger muss Wolfi aufschliessen. Die Vignette bekommen wir hier nicht und deshalb wird sie auf dem nächsten Parkplatz via Internet gelöst. Die Landschaft ist hier fast Topfeben nur kleine Hügel erheben sich gelegentlich. Nach der Autobahn sind es noch 12km durch enge Dörfer mit armseligen Hütten. Die ersten Strassenhunde tauchen auf, in ihrem tropfnassem Fell durchstöbern sie den Abfall. Ein trauriger Anblick!!

Der Camp liegt an einem See und sieht toll aus. Alles eingezäumt und so können wir in Ruhe schlafen. Wir sind die einzigen Gäste hier.

Fardea - Bran       

Wolfi bereitet für mich das Frühstück und überrascht mich mit einer Skype-Verbindung zu Melanie. Freue mich darüber sehr, sie noch vor ihren Ferien nach Sardinien zu sehen. Werde mit Päckli verwöhnt - aber bin mir eigentlich anderes Wetter gewohnt am Geburtstag. Heute fahre ich zuerst die Hälfte von den 360km. Die Autobahn befindet sich noch im Bau und so fahren wir eine katastrophale Strecke, eng und mit riesigen Schlaglöchern - der Dauerregen macht das ganze noch mühsamer. Die Wiesen sind getränkt von dem vielen Wasser und die Bäche und Flüsse suchen sich ihren eigenen Weg.

Unser Camp liegt mitten in der Ortschaft Bran die Burg wird den Touristen als Draculaschloss präsentiert, da es dessen Beschreibung in B. Stockers Roman Dracula ähnelt. Es tront hoch oben und ist ein richtiger Touristenmagnet, der jährlich 560` 000 Besucher anzieht. In einem gemütlichen Gasthof lassen wir bei gutem Essen und einem Glas Wein den Abend ausklingen.

 Bran - Bukarest     

heute Morgen ist es bitter kalt, 4 Grad und die Bergspitzen sind in Schnee getaucht. Wir entscheiden uns durch die Karpaten, dessen Mehrheit sich in Rumänien befinden und geprägt sind durch Fichtenwälder zu fahren. Mehr als ein Drittel aller in Europa noch wildlebenden Grossraubtiere - Braunbären, Wölfe und Luchse - sind hier beheimatet. Leider konnten wir kein Selfie mit einem Bären machen - tja liebe Bären, diese Gelegenheit habt ihr verpasst.......Die kurvige Strasse führt uns steil bergauf, auf 1128m sind wir im Schnee!!! Das Fahren erfordert höchste Konzentration. Wir sind froh, als wir auf dem Stellplatz in Bukarest ankommen. Morgen fahren wir ans Meer.

 Bukarest - Varna

noch einen Stopp bis Varna! Es ist schon später Nachmittag als wir an den Stellplatz am Meer in Mangalia ankommen. Keine Chance, hier können wir nicht bleiben - alles Dauermieter und die Plätze sind im Sand - da kommen wir nie mehr raus. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die 150km direkt nach Varna heute noch zu fahren. Ein kurzes Telefon zum Besitzer des Camps und losgehts. Müde erreichen wir die Grosstadt. Das Navi führt uns in den oberen Teil der Stadt und die Strassen werden immer schlechter, bald haben wir nur noch Schotter unter den Räder - keine Chance zum wenden!! Ein freundlicher Bulgare sieht unsere Not und tel. mit dem Campbesitzer - und so werden wir gelotzt. Unser Pech will kein Ende nehmen!!! Der Platz befindet sich auf einem Privatgrundstück und die Zufahrt ist so steil, dass wir unmöglich auf den Platz fahren können ohne unser Womo zu beschädigen. Wir übernachten auf der Strasse - morgen sehen wir weiter.

Wir finden 17km ausserhalb von Varna einen Platz - schön ist anders - aber was solls.......Zwei Wochen bleiben wir nun hier am "Goldstrand" von Varna am schwarzen Meer.




wir packen unsere sieben Sachen und fahren nach Velico Tirnovo, ca. 250km vor Sofia. Der Camp liegt ausserhalb eines verschlafenen Dörfchens - irgendwo im Nirgendwo........  schön gelegen im Grünen - sehr gepflegt von Engländer geführt. Es gefällt uns so gut, dass wir hier drei Tage bleiben. Nun hat endlich der Sommer begonnen. Gestern radelten wir 14km (ein Weg!)nach Velico um das Städtchen zu erkunden - Emma im Schlepptau. Die "Strasse" führt uns durch unberührte Natur. Die Beinmuskeln waren gefordert!!! Nach dem Städtchen Trip beschlossen wir den angenehmeren Weg der Hauptstrasse zu folgen - aber dieser führte auf die Autobahn - von nun an war das Chaos perfekt!! Die Nerven liegen blank, die Köpfe glühten - wir wissen nicht mehr wo wir sind, das Navi hat sich elegant ausgeklinkt. Niemand versteht auch nur im Ansatz ein bisschen Englisch von den knapp 7000 Einwohner. Um euch von weiteren Details zu verschonen...... nach sechs Stunden haben wir erschöpft den Camp erreicht und beschlossen einen weiteren Tag zur Erholung zu bleiben!!


Bei strahlendem Sonnenschein nehmen wir die 230km unter die Räder. Die Autobahn war irgendeinmal zu Ende und nun heisst es vorsichtig fahren, denn die Dolendeckel sind ca. 10-15 cm vertieft und ein Achsbruch wäre das letzte, das wir brauchen können. Wir sind gespannt auf Sofia, sie zählt zu den ältesten Städten von Europa und befindet sich seit Ende des Kommunismus immer noch im Wandel.

Der Stellplatz ist gekiest, staubig und wenig einladend - aber was solls. Zuerst gibt es ein ausgiebiger Spaziergang mit Emma und ein feines Nachtessen.

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Roller ca. zwanzig Minuten bis in die City. Wir sind begeistert von dieser schönen und sehr sauberen Stadt, die nicht gegensätzlicher sein könnte. Zerfallene Plattenbauten eingangs der Stadt, sozialistische Denkmäler und Armut, dann wieder moderne Gebäude und teure Modeboutiquen. Viele Parks laden zum Verweilen ein - sie sind mit Denkmäler und vielen Blumenbeete geschmückt. Unter Besonderheiten fallen die auf Stelzen stehenden Häuschen an sämtlichen Kreuzungen in der Innerstadt auf; da drin sitzt doch tatsächlich ein Mensch, der die Ampel noch manuell regelt, an einer Strasse mit zwei bis drei Spuren - Wahnsinn!! Hinter der Stadt erhebt sich das Vitosha-Gebirge. Sofia ist die einzige europ. Stadt mit einem Hausberg zum Skifahren und im Sommer zum Wandern oder Mountainbiken. Kurz und gut: Sofia ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Das Kloster des heiligen Iwan von Rila ist ein orthodoxes Kloster im Rila-Gebirge auf 1130m üM. Es wurde im 10. Jahrhundert gegründet und ist das bedeutenste und grösste Kloster in Bulgarien - es gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Das wollen wir uns unbedingt ansehen.

 Die enge, kurvenreiche Strasse führt etwa 36km ins zerklüftete Tal hinein begleitet von dem Fluss Rilska. Das Kloster ist ein touristisches Ausflugsziel und viele Busse fahren in und aus dem Tal. Wir parken unser Womo gleich vor dem Kloster und haben im Sinn, hier zu übernachten. Wir warten mit der Besichtigung, bis der letzte Bus ins Tal fährt und vertreiben uns die Zeit mit einem Spaziergang dem Fluss entlang und einem Restaurantbesuch. Gegen 18h laufen wir an den 22m hohen Steinmauern vorbei in den grossflächigen Innenhof. Wir sind überwältigt von den aufwendigen und guterhaltenen Gemälden die jede für sich eine Geschichte erzählen. Das Kloster hat ca. 300 Räume, einschliesslich 100 Mönchszellen.

Bin nicht begeistert vom Übernachten in dieser einsamen Gegend und doch bleibt uns nichts anderes übrig - es wird schon langsam dunkel...... Gegen 20h kurven fünf Womo`s ebenfalls auf den Parkplatz. Wir trauen unseren Augen nicht - es sind Chinesen die auf einer Asien-Europatour sind. Die Verständigung ist schwierig, da er wenig Englisch spricht, deshalb zeige ich auf die Routen-Karte an seinem Auto, wo die Schweiz liegt - ah jetzt hat er es verstanden - er zeigt auf seine Armbanduhr...... ja klar - Schweiz gleich Uhren und Schokolade......

Am Morgen klingelt der Wecker schon um sieben Uhr - der Parkplatz muss wieder frei sein. Unser nächstel Ziel befindet sich kurz vor der griechischen Grenze auf einem familiären Stellplatz. Es regnet in Strömen und kurze Zeit später scheint wieder die Sonne - wir nehmens gelassen und arbeiten für unsere Internetseite.

Gedanken zu Ungarn, Rumänien und Bulgarien

wir sind durch schöne Gegenden gefahren, haben aber auch viel Armut gesehen. Viele Häuser die nicht fertig gebaut-, oder unbewohnt und völlig zerfallen sind. Die Strassen sind zum Teil in erbärmlichen Zustand. In einsamen Gegenden wird der Hausmüll in der Natur entsorgt.

 Der Diesel kostet zwischen 1,15 bis 1,30 Euro, die Lebensmittel sind sehr günstig. Die drei Länder sind in der EU, haben aber immer noch ihre eigene Währung und der Euro wird nicht gerne angenommen. Für uns sind das jetzt keine Länder wo wir unbedingt nochmals Zeit verbringen wollen.


Leider können wir diese Website aus technischen Gründen nicht mehr weiter führen, der Nachteil ist, dass wir nur online arbeiten konnten. Die Website  "wir-zwei-globetrotter" bleibt aber online und man kann jederzeit unsere Berichte nachlesen.

Neu haben wir die Möglichkeit, offline zu Arbeiten und wenn wir Internet haben, sie hochzuladen.

die neue Adresse ist;

                                       www.wir2globetrotter.ch


So, wir hoffen, dass ihr weiterhin Spass an unseren Berichten und Fotos habt und es freut uns einmal ein feedback zu erhalten, entweder im Gästebuch oder per Email.